Spiel um Zeit

Der interkulturelle Verein Motif arbeitet schon seit Jahren mit professionellen Theatermenschen (Regisseure, Autoren, Sprechtechnikcoaches, Schauspielern,…) zusammen um einmal pro Jahr eine Theaterproduktion auf die Beine zu stellen, deren primäres Ziel die Integration ist und das Zusammenleben von „Inländern“ mit „Inländern mit Migrationshintergrund“ in den Vordergrund stellt. Das aktuelle Projekt geht noch ein Stück weiter. „Spiel um Zeit“ von Arthur Miller ist angelehnt an die tatsächliche Geschichte der Fania Fenelon, Chansonsängerin aus Paris, die während des 2. Weltkriegs als „Halbjüdin“ nach Auschwitz gebracht wird und dort nur deshalb überlebt, weil sie dem sogenannten „Mädchenorchester“ beitritt. Dieses Orchester wurde ursprünglich von der Lagerleitung gegründet, um die Gefangenen „im Gleichschritt marschieren“ lassen zu können.

Später wurde es auch für Privatkonzerte verwendet. Das Orchester, das 1943 gegründet wurde, war eine Chance für die Mitglieder, das Grauen von Auschwitz zu überleben. Trotzdem oder gerade deswegen kamen innerhalb des Orchesters immer wieder Bedenken auf, ob diese Art von Überleben (dem verhassten Feind schöne Musik zu bieten) moralisch vertretbar war. Unter anderem ist dieser Konflikt ein zentrales Thema des Stücks.

Flyer zum downloaden...

In der Fassung des Vereins Motif spielen 22 LaienschauspielerInnen unter professioneller Leitung mit

  • Michael Schiemer (Regie und Dramaturgie)

  • Lukas Schiemer (Komposition)

  • Yunus Kaya, Meryem Aksu und Gökce Yalcin (musikalische Leitung)

  • Peter Büchele (Bühne)

  • Arndt Rössler (Licht)

  • Wolfgang Pevestorf (Sprechtechnik)

 

Spielplan

  • 07. Juni 2013 Premiere Kosmostheater Bregenz

  • 8./9. Juni 2013 Aufführung Kosmostheater Bregenz

  • 13. Juni 2013 Luga und Losna Theaterfestival Nenzing

  • 14. Juni 2013 Remise Bludenz

  • 16. Juni 2013 Löwensaal Hohenems

  • 20./21. Juni 2013 Spielboden Dornbirn

  • 23. Juni 2013 KOM Altach

  • Herbst 2013 Höchst

     

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